Klarstellung zur aktuellen Diskussion um die Bürgermeisterwahl in Wernburg

Klarstellung_zu_Behauptungen
OTZ-Artikel_Holger_Zastrau_kandidiert_als_Bürgermeister_von_Wernburg

Liebe Wernburgerinnen und Wernburger,

im Zusammenhang mit der Bürgermeisterwahl am 30. August 2026 veröffentlichte die OTZ am 20. August einen Beitrag über unseren Bürgermeisterkandidaten Holger Zastrau. Darin wurden unter anderem seine bisherigen Aktivitäten als Gemeinderat sowie seine Vorstellungen für die weitere Entwicklung Wernburgs dargestellt.

Im Anschluss daran veröffentlichte das „Bündnis für Wernburg“ im WhatsApp-Kanal „WERNBURG“ eine als „Richtigstellung“ bezeichnete Stellungnahme. Darin wurden insbesondere Aussagen zur Ortsverbindungsstraße Wernburg–Ranis und zur Tempo-30-Regelung in der Schleizer Straße aufgegriffen und teilweise anders dargestellt.

Stellungnahme „Bündnis für Wernburg“

Holger Zastrau hat daraufhin eine eigene, sachliche Klarstellung verfasst. Da sich der WhatsApp-Kanal „WERNBURG“ selbst als „digitales schwarzes Brett“ bzw. öffentliche Plattform für die Gemeindemitglieder beschreibt und ausdrücklich zur Einsendung von Informationen und Berichten auffordert, hat Holger Zastrau den Verantwortlichen des Kanals zunächst darum gebeten, auch seine Klarstellung dort zu veröffentlichen.

Für die Veröffentlichung wurde eine angemessene Frist gesetzt. Diese Frist ist inzwischen verstrichen, ohne dass die Klarstellung im WERNBURG-Kanal veröffentlicht wurde.

Deshalb stellen wir die Klarstellung nun auf unseren eigenen Informationskanälen vollständig zur Verfügung.

Damit sich jeder selbst ein Bild machen kann, veröffentlichen wir zusammen mit der Stellungnahme von Holger Zastrau auch die Unterlagen, auf die sich die Diskussion bezieht: den OTZ-Beitrag, die Veröffentlichung aus dem WERNBURG-Kanal sowie die zur Klarstellung gehörenden Nachweise.

Uns geht es ausdrücklich nicht um eine persönliche Auseinandersetzung. Unterschiedliche Auffassungen gehören zu einer demokratischen Wahl. Wenn jedoch unterschiedliche Darstellungen zu konkreten Sachverhalten öffentlich verbreitet werden, sollen die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit haben, beide Seiten und die dazugehörigen Unterlagen selbst zu lesen und zu bewerten.

Transparenz statt gegenseitiger Vorwürfe – die Wernburgerinnen und Wernburger sollen sich anhand der Fakten ihre eigene Meinung bilden können.

Unabhängige Bürgervertretung Saale-Orla e. V. (UBV)

 

 

KLARSTELLUNG

Zu den Aussagen im OTZ-Bericht und der anschließenden „Richtigstellung“

Liebe Wernburgerinnen und Wernburger,

nach dem Bericht der OTZ vom 20. August 2026 über meine Kandidatur zur Bürgermeisterwahl wurde durch das „Bündnis für Wernburg“ eine sogenannte „Richtigstellung“ veröffentlicht. Dadurch entsteht der Eindruck, Aussagen von mir beziehungsweise der UBV seien sachlich falsch gewesen.
Mir geht es nicht um eine persönliche Auseinandersetzung und schon gar nicht um eine Schlammschlacht. Da die Bürgerinnen und Bürger ihre Wahlentscheidung jedoch auf Grundlage von Fakten treffen sollen, möchte ich die beiden angesprochenen Punkte sachlich klarstellen.

1. Ortsverbindungsstraße Wernburg – Ranis

Im OTZ-Bericht wurde meine Aussage zur dringend erforderlichen Sanierung der Raniser Straße mit den Worten „Hier wurden Fördermittel zu spät beantragt“ wiedergegeben.
Mit „zu spät“ war nicht gemeint, dass eine konkrete Antragsfrist im Jahr 2025 oder 2026 versäumt wurde.
Gemeint war vielmehr, dass der schlechte und sanierungsbedürftige Zustand der Straße seit vielen Jahren bekannt ist. Nach den nun veröffentlichten Angaben erfolgte die erste Anmeldung für Fördermittel am 19. Februar 2025.
Meine Kritik richtet sich daher nicht gegen die Einhaltung dieser Antragsfrist. Sie lautet vielmehr: Angesichts des seit Jahren bekannten Zustandes der Straße hätte aus meiner Sicht wesentlich früher eine Sanierung angestrebt und eine entsprechende Förderung auf den Weg gebracht werden müssen.
Wir nehmen ausdrücklich zur Kenntnis, dass die Anmeldungen 2025 und 2026 innerhalb der dafür vorgesehenen Fristen erfolgt sind.
Dass die Erneuerung der Ortsverbindungsstraße nun in den Programmrahmen 2027 aufgenommen wurde, ist eine gute Nachricht für Wernburg, über die auch ich mich ausdrücklich freue.

2. Tempo 30 in der Schleizer Straße – die Unterlagen sprechen für sich

Im OTZ-Bericht vom 20. August heißt es zu meinen bisherigen Erfolgen als Gemeinderat ausdrücklich, dazu zähle die „Umsetzung seines Antrages auf Einrichtung einer Tempo-30-Zone in der Schleizer Straße“.
Die zeitliche Abfolge lässt sich anhand der vorhandenen Unterlagen nachvollziehen:
Am 17. Februar 2025 habe ich als UBV-Mitglied des Gemeinderates schriftlich beantragt, für den Bereich Schleizer Straße 32 bis 50 eine Tempo-30-Regelung zu beantragen. Als Gründe wurden unter anderem die erhöhte Geschwindigkeit, die Gefährdung von Anwohnern und Kindern sowie die Lärmbelastung genannt.
Dass diese Initiative von mir ausging, wurde bereits Monate vor dem Bürgermeisterwahlkampf auch von der OTZ am 4. Juli 2025 dokumentiert. Die Zeitung berichtete, dass ich bereits im Februar mit Rückendeckung der Anwohner einen Vorstoß im Gemeinderat unternommen hatte.
Die Bürgermeisterin bestätigte gegenüber der OTZ damals selbst, dass der Antrag auf Tempo 30 laufe und die Untere Verkehrsbehörde noch auf eine Stellungnahme der Polizei warte.
Am 22. Juli 2025 habe ich mich darüber hinaus persönlich schriftlich an Landrat Christian Herrgott gewandt und ihn um Unterstützung gebeten. In meinem Schreiben habe ich ausdrücklich die Einführung einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 gefordert.
Am 5. Dezember 2025 teilte schließlich das Büro des Landrates mit, dass der Landrat das Anliegen geprüft habe und zu dem Ergebnis gekommen sei, dass das Verkehrszeichen Tempo 30 an der betreffenden Stelle aufgestellt werden soll. Die entsprechende Anweisung wurde an die Untere Straßenverkehrsbehörde weitergeleitet.

Niemand behauptet einen Alleinerfolg

Ich habe zu keinem Zeitpunkt behauptet, Tempo 30 allein durchgesetzt zu haben.

Selbstverständlich waren die Bürgermeisterin, die Gemeindeverwaltung, der Landrat und die zuständigen Behörden am weiteren Verfahren beteiligt. Kommunalpolitik funktioniert nur, wenn verschiedene Beteiligte gemeinsam an einer Lösung arbeiten.
Ebenso richtig ist aber: Der Ausgangspunkt war mein Antrag im Gemeinderat vom 17. Februar 2025. Anschließend habe ich das Anliegen weiterverfolgt und mich persönlich an den Landrat gewandt.
Genau deshalb sprechen die OTZ und unser Wahlflyer von der „Umsetzung meines Antrages“ und nicht davon, dass ich die Maßnahme allein umgesetzt hätte.

Fairer Wahlkampf – Entscheidung auf Grundlage von Fakten

Ich respektiere meine Mitbewerberin und wünsche mir auch in den letzten Tagen vor der Bürgermeisterwahl einen fairen und sachlichen Umgang miteinander.
Unterschiedliche politische Auffassungen gehören zu einer demokratischen Wahl. Wenn jedoch öffentlich der Eindruck entsteht, Aussagen von mir oder der UBV seien falsch, halte ich es für notwendig, die tatsächlichen Zusammenhänge anhand der vorhandenen Unterlagen darzustellen.

Mir geht es nicht darum, jemandem Verdienste abzusprechen. Mir geht es darum, bei den Fakten zu bleiben.

Am 30. August 2026 entscheiden die Wernburgerinnen und Wernburger, wem sie das Amt des Bürgermeisters anvertrauen.

Holger Zastrau
Bürgermeisterkandidat der
Unabhängigen Bürgervertretung Saale-Orla e. V. (UBV)

Bei Rückfragen können Sie sich gern an mich wenden unter:

zastrauholger@gmail.com oder 0175 1010138